Neubau Albulatunnel II - Los 105, Dichtkörper Raibler Rauwacke

Der 5‘864 m lange Albulatunnel (I) liegt auf der Bahnstrecke Chur-Thusis-St. Moritz und wurde im Jahre 1903 in Betrieb genommen. Der neue Albulatunnel II wird parallel, in 30 m Achsenabstand vom bestehenden Albulatunnel I, gebaut. Als geologisch schwierige Zone zeigte sich bereits beim Bau des Albulatunnel I die wasserführende Zone in der sogenannten Raibler-Formation (Zellendolomit). Zur Verfeinerung des Baugrundmodells wurden im Jahr 2013, ausgehend aus einer eigens dafür ausgebrochenen Kaverne, Erkundungsbohrungen in der gesamten Zone der Raibler-Formation durchgeführt. Die Kaverne liegt auf der Achse des Albulatunnels II und ist nur über eine Querverbindung aus dem Albulatunnel I erreichbar. Die Bohrungen ergaben, dass die Raibler-Formation in drei unterschiedliche geologische Abschnitte unterteilt werden kann. Der rund 20 m starke Abschnitt III entspricht einer Störzone aus siltigem Feinsand (schwimmende Raibler-Formation), mit einem Wasserdruck von ca. 5 bar. Der Abschnitt III ist hinsichtlich der Sicherheit im Gefrierverfahren zu durchörtern. Vor Beginn des Vortriebs wird der Gefrierkörper erstellt. Dieser dient einerseits zur Aufnahme der auftretenden Gebirgs- und Gebirgswasserdrücke und andrerseits zur Abdichtung während der Bauausführung. Ausser den Bohrungen zur Erstellung des Gefrierkörpers sind Kontrollbohrungen zur Überprüfung der Dichtigkeit des Gefrierkörpers und Injektionsbohrungen und Drainagebohrungen zur Reduktion des Wasseraufkommens notwendig. Der Gefrierkörper wird solange erhalten, bis der Vortrieb im Abschnitt III der Raibler-Formation beendet und die Innenschale eingebaut ist.
Country
Schweiz
Reference location
Preda (GR)
Final client
Rhätische Bahn - Chur
Is Consortium
True
Start of works date
8/15/2015
End of works date
12/15/2016
Start of services date
8/1/2015
End of services date
Services
Spezialstudien; Bauleitungen